Zwischen Parlament und Bewegung:
Das Verhältnis von betrieblichen, gesellschaftlichen und politischen Kämpfen
Kurzbegründung: Mit dem Paradigmenwechsel in der Arbeitsmarktpolitik der deutschen Sozialdemokratie, der Entstehung einer neuen Linkspartei, dem gewerkschaftlichen „Kontrollverlust in der Tarifpolitik“ und dem betrieblichen Konzessionshandeln sind die tradierten Orte der Politik der Arbeiterbewegung deutlich in Bewegung geraten. In der Geschichte der Arbeiterbewegung gab es bereits mehrere intensive Debatten über die Modi der Verknüpfung von betrieblichen, gewerkschaftlichen und (partei-)politischen Strategien. Am Beispiel von Antonio Gramscis Analyse der Niederlage der Turiner Fabrikräte und/oder Rosa Luxemburgs Kritik am „Revisionismus“ soll das Spannungsverhältnis der Kämpfe auf den verschiedenen politischen Arenen der kapitalistischen Gesellschaft beleuchtet werden. Gleichzeitig sollen die verschiedenen Machtquellen (Organisationsmacht der Arbeiterbewegung, institutionelle Macht der Gewerkschaften, strategischen Beziehungen in den Staat) in ihren Konstitutionsmerkmalen erhellt werden.
- Antonio Gramsci: Gewerkschaften und Räte; Der Fabrikrat; etc. Alle in: Ders. : Philosophie der Praxis. Eine Auswahl. Frankfurt/M. 1967.
- Antonio Gramsci: Der Fabrikrat
- Antonio Gramsci: Die Hauptverantwortlichen
- Antonio Gramsci: Gewerkschaften und Diktatur
- Antonio Gramsci: Gewerkschaften und Räte, Teil 1
- Antonio Gramsci: Gewerkschaften und Räte, Teil 2
- Antonio Gramsci: Staat und Sozialismus
- Rosa Luxemburg: Die Krise der Sozialdemokratie [Junius-Broschüre]. In: Gesammelte Werke Bd. 4: 49-164 (http://www.marxists.org/deutsch/archiv/luxemburg/1916/junius/index.htm) oder auch (http://www.mlwerke.de/lu/luf.htm)